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Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Bischof Stephan Ackermann zieht Zwischenbilanz

Fünf Jahre sind vergangen, seit Fälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen in der katholischen Kirche aufgedeckt wurden. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich der Verantwortung gestellt und seit Januar 2010 zentrale Maßnahmen ergriffen. Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann, zieht jetzt Zwischenbilanz.

"Nach dem Schock der Erkenntnisse von 2010 und der Folgejahre, als das Bekanntwerden zahlreicher Fälle sexuellen Missbrauchs durch Priester, Ordensangehörige und Mitarbeiter der Kirche die Öffentlichkeit und uns erschütterten, hat die katholische Kirche einen intensiven Lern- und Entwicklungsprozess durchlaufen, der bis heute nicht abgeschlossen ist", sagt Bischof Ackermann. Bei dem Prozess habe es viele positive Fortschritte, aber auch Rückschläge gegeben. "Es ist unser Ziel, flächendeckend zu einer Kultur der Achtsamkeit durch Präventionsarbeit auf allen Ebenen zu gelangen", betont Ackermann.

Ziel: Prävention weiter stärken
Vier Schritte seien für das Handeln leitend: "Wir wollen die Wahrheit aufdecken. Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen. Wir wollen die Leitlinien zum Umgang mit Missbrauch weiter uneingeschränkt und aktiv umsetzen. Wir wollen die Prävention stärken."

Bischof Ackermann würdigt besonders das Engagement der Präventionsbeauftragten. Der regelmäßige Austausch untereinander sei ein wesentlicher Beitrag, "um das, was geschehen ist, künftig zu verhindern". "Wir werden uns weiterhin für die Aufarbeitung und für die Aufklärung einsetzen", versichert Ackermann. Dazu diene das im vergangenen Jahr angestoßene interdisziplinäre Forschungsprojekt, das bis 2017 dauern soll.

Weitere Informationen

  • Die zentralen Maßnahmen der deutschen katholischen Kirche im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im kirchlichen Bereich seit Januar 2010 finden Sie hier als pdf-Datei.
  • Auf der Internetseite der DBK sind im Dossier Zum Thema: Sexueller Missbrauch alle Informationen zusammengefasst.

Do, 22. Januar 2015

Themen: Missbrauch
Abteilung: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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