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Diözesanmuseum: Vortragsreihe zum Jubiläum

Geheimnisvoll bis sakral ist die Raumstimmung in der Osnabrücker Domschatzkammer
Geheimnisvoll bis sakral ist die Raumstimmung in der Osnabrücker Domschatzkammer
(Bild: H. Wachsmann)

Di, 12. Februar, 19:30 Uhr
Vortrag: Ins Licht gesetzt – Die Möglichkeiten der Lichtinszenierung im Museum
Mit: Daniel Zerlang-Rösch

Der Offenbacher Lichtdesigner Daniel Zerlang-Rösch inszeniert nicht nur Raumstimmungen in Museen durch subtile Beleuchtungskonzepte, sondern illuminiert darüber hinaus kostbare Museumsstücke aller Art mit beeindruckenden Ergebnissen. Unter dem Titel „Ins Licht gesetzt“ gibt er am Dienstag, 12. Februar, um 19.30 Uhr im Forum am Dom im Rahmen der Vortragsreihe zum 100-jährigen Bestehen des Diözesanmuseums Einblicke in die Möglichkeiten musealer Lichtinszenierungen.

Dabei gleicht seine Aufgabe oft der Quadratur des Kreises, denn unterschiedliche Exponate vertragen unterschiedliche Lichtintensitäten: So sind Textilen und gedrucktes, bemaltes oder beschriebenes Papier besonders lichtempfindlich. Goldschmiedearbeiten oder Steinskulpturen haben dagegen deutlich höhere Toleranzen, so dass solcherlei Objekte möglichst voneinander getrennt werden.

Die im April 2008 wiedereröffnete und neu konzipierte Dauerstellung des Diözesanmuseums kombiniert hingegen die Objektgruppen, was für die Lichtführung anspruchsvoller ist. Immerhin soll neben der optimalen Ausleuchtung des einzelnen Stückes auch ein Raumeindruck entstehen, der für das jeweilige Raumthema angemessen ist. „Bei uns erweckt etwa der erste Ausstellungsraum mit den Themen Archäologie und Tradition Karls des Großen einen eher nüchternen Eindruck, während die Domschatzkammer eine geheimnisvolle, fast sakrale Stimmung erzeugt“, erläutert Museumsdirektor Dr. Hermann Queckenstedt.

Nach der Wiedereröffnung habe mancher Besucher verwundert gefragt, ob in der Ausstellung dieselben Objekte wie früher zu sehen seien. In diesem Zusammenhang verweist Daniel Zerlang-Rösch gern auf seine Lichtinszenierung der Skulptur des heiligen Joseph, der mit Christus an der Hand seinem Ziel zustrebt. Das Zentrum des Lichtes liege bewusst auf dem Kind, so dass dieses – im Gegensatz zum unbeleuchteten oder gleichmäßig ausgeleuchteten Zustand – in den vorrangigen Blick des Betrachters gerate. Zugleich bringe die Lichtführung aber auch das warmherzige Lächeln im Gesicht Josephs zur Geltung.

Diözesanmuseum, Treffpunkt: Forum am Dom

Freier Eintritt / Barrierefrei

Di, 12. Februar 2019

Themen: Dies und das
Abteilung: Kultur und Archiv

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